Masleniza – Butterwoche – Karneval auf Russisch

Heute beginnt Masleniza, die auf Deutsch Butterwoche genannt wird. Es ist die letzte Woche vor der langen Osterfastenzeit. In dieser Woche bereitet man sich auf die Fastenzeit vor und aus christlicher Sicht geht es unter anderem um Versöhnung. Fleisch ist in der Woche bereits verboten, aber man darf noch Milchprodukte und Eier essen. Während dieser Woche war es üblich runde Speisen zuzubereiten und sehr wichtig sind dabei Blini. Jeder Tag der Woche war verplant.

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Pfirsiche

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Was tun, wenn man Lust auf Pfirsiche hat, die Pfirsichsaison aber noch in weiter ferne ist? Wir backen sie uns selbst. So großzügige Komplimente habe ich von meinem Schatz für mein Kochen schon lange nicht mehr bekommen. Das Rezept habe ich seit mindestens zehn Jahren und habe es oft durchgelesen, aber erst jetzt komme ich zum Backen. Ich habe es aus einem dicken Notizbuch von Tante Julia aus der Ukraine. Das Buch heißt Gehirn und dort hat sie Rezepte und Haushaltstipps notiert. Aus dem Buch weiß ich zum Beispiel auch, dass man weißes Leder mit Eiweiß putzen kann. Ob das wohl stimmt? Pfirsiche sind ein typisches Gebäck aus meiner Kindheit, wobei es in meiner Familie leider nicht gemacht wurde. Die Menge reicht für 6 Pfirsiche. Weiterlesen

Watruschki mit Kartoffelfüllung

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Das Hausfrauendasein habe ich mir viel schöner ausgemalt. Etwas putzen, etwas kochen, etwas mit dem Kind spielen und dann sich um die Hobbys kümmern. Irgendwie läuft es anders 🙂 Aber je länger sich das Baby mit seinen Spielsachen allein beschäftigen kann, ohne sich wehzutun, desto länger kann ich mich auch anderen schönen Dingen im Leben widmen. Heute möchte ich eine andere Art der Watruschki vorstellen als mit Quark. Diesmal sind sie mit Kartoffeln gefüllt. Bis auf die Gehzeit des Teiges sind sie schnell gemacht. Für die hoffentlich bald kommende Picknickzeit genau das Richtige. Mit Salat auch eine gute Mahlzeit. Das beste an diesen  Watruschki ist, dass man sie gut einfrieren kann. Mach einfach ein oder zwei  Bleche, lass sie abkühlen und Feier sie aua einem Brett ein. Sobald sie eingefroren sind, fülle sie in eine Tüte um. Hole sie nach Bedarf raus. Auftauen bei Zimmertemperatur oder schnell in der Mikrowelle.

Teig:

  • 300g Weizenmehl 550 (schnmeckt mir auch mit 1050 oder Vollkornmehl)
  • 150ml Milch (oder Wasser)
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1/4 TL Salz
  • 1 kleines Ei
  • 1 Eigelb zum Bestreichen

Füllung:

  • 300g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer, Schwarzkümmel

Zubereitung:

Die Hefe in lauwarmer Milch auflösen. Zucker, Salz, Ei und Öl hinzufügen, gut kneten und gehen lassen. Der Teig sollte elastisch sein und nicht mehr kleben. Nach zwei Stunden knete ich den Teig noch einmal durch und lasse ihn noch eine Stunde gehen.

Jetzt die Füllung vorbereiten. Ich dämpfe die Kartoffeln, weil sie dann mehr Vitamine behalten und weil sie weniger wässrig sind als beim Kochen. In der Zwischenzeit eine Zwiebel würfeln und gold-braun anbraten. Wenn die Kartoffeln fertig sind, stampfen und mit Zwiebeln und Schwarzkümmel vermischen.

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Wenn der Teig soweit ist, ca. 10 kleine Brötchen formen und eine Mulde hineindrücken oder flachere Fladen wie Pizzen mit einem breiteren Rand ausrollen. Heute habe ich sie nicht flach genug gemacht, so dass ich kleine Kugeln hatte. Solange der Ofen aufheizt, die Fladen nach dem Formen gehen lassen.

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Die Fladen 10 Minuten bei ca. 180-200 Grad vorbacken. Danach die Füllung draufmachen und mit Ei bestreichen. Weitere 10-15 Minuten backen.

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So sahen sie übrigens letztes Mal mit Weizenmehl 1050 aus. Sie sind dann etwas grauer und weniger glänzend, aber dafür etwas nussiger.

Käse-Eier-Salat

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Nach einer langen Babypause komme ich endlich wieder zum Schreiben. Heute mache ich Olgas Salat, wobei es bei mir mit der Zeit ein Brotaufstrich geworden ist. Olga war eine weißrussische Nachbarin im Studentenwohnheim und brachte mal diesen Salat mit. Bei ihr war der Salat weniger kompakt. Ich denke, sie hat mehr Mayo genommen. Die Mengen können natürlich je nach Vorlieben variieren. Er schmeckt süß und würzig. Ich bin süchtig danach, deswegen kommt er nicht oft auf den Tisch 🙂

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Salat Winegret

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Auch im Sommer möchte man mal etwas Herzhaftes, aber es soll auch nicht zu schwer sein. Das russische Winegret kommt wohl vom französischem Vinaigrette, das eine Essig-Öl-Soße bezeichnet. Im Russischen ist es dieser Salat aus gekochtem Gemüse, das leicht variieren kann. Normalerweise gare ich alle Zutaten selbst und dann braucht die Zubereitung schon etwas länger. Heute habe ich nur die Kartoffeln gedämpft und „Pseudosauerkraut“ nach Mamas Tipp gemacht. Russisches Sauerkraut ist knackiger als das deutsche und schmeckt viel frischer. Leider habe ich es bis jetzt nur einmal selbst gemacht und es ist in die Hose gegangen 😦 Sobald ich einen neuen Versuch starte und er gelingt, werde ich das Rezept teilen. Mamas Tipp erlaubt es Pseudosauerkraut schnell und ohne Gärung hinzubekommen. Weiterlesen